Kashgar –
Hotan – Taklamakan – Kuga - Ürümqi
Unser Guide
Nachdem wir
unsere Fahrzeuge wieder in Kashgar hatten, kam endlich der Moment der
Weiterfahrt. Am Abend vor der Abfahrt lernten wir unseren Führer Alim Arkin kennen,
der uns mit seinem eigenen Fahrzeug und Fahrer voraussichtlich bis Lhasa
begleiten wird. Als Ausländer mit eigenem Fahrzeug dürfen wir grundsätzlich
nicht ohne diesen offiziellen Guide herumfahren, und mit dem Guide auch nur auf
den Strecken gemäss unserer Bewilligung unterwegs sein. Wie wir bald merkten,
nahm Alim seine Funktion nicht so genau nach Buchstabe war. Anstatt der
direkten Strecke von Kashgar nach Ürümqi hat er uns vorgeschlagen die
südliche Seidenstrasse über Hotan und
dann quer durch die Taklamakan-Wüste nach Ürümqi zu nehmen, was wir natürlich
sehr gerne annahmen. Auch bezüglich des Campierens nahm er es locker: Da er mit
dem Fahrer im Hotel übernachtete, verabschiedete er sich jeweils im
betreffenden Ort von uns und wir suchten uns ausserhalb des Ortes, abseits der
Strasse einen geeigneten Stellplatz und schickten ihm unsere Position per SMS.
Am Morgen holte er uns dann dort wieder ab.
Scheinbar haben wir mit Alim Glück, denn er weiss viel, kennt die Gegend
sehr gut und ist für uns nicht ein Überwacher (wie wir befürchteten), sondern
echt ein Reiseführer. Zudem spricht er neben Chinesisch und der Sprache der
Uyguren auch gut Englisch. Sehr praktisch ist es natürlich bei allen Wegweisern
und in den Städten. Er kennt den Weg und er kennt die möglichen Stellplätze für
uns in den Städten.

Chu,
der Fahrer (Chinese) und Alim (Uygur), unser Führer
Kashgar – Hotan (Südliche Seidenstrasse)

Vor
dem Start auf den chinesischen Strassen wird nochmals gewaschen, geschruppt und poliert (wird wohl nicht
lange halten)

Auf
dem Weg zum Basar, auf der südlichen Seidenstrasse gibt’s Die Einheimischen sind oft wegen
dem Staub und der grellen
mehr
Eselkarren als Autos.
Sonne
vermummt, besonders bei der Feldarbeit
.
Parkplatz
vor dem Basar Parkplatz
vor dem Basar

Schöne
Lehmhauser …
meistens
mit Mauern und geschnitzte Türen

Reisfelder „Treibhäuser“,
mit Rollen von Grasmatten kann die starke Sonnen-
Einstrahlung abgedeckt
werden

Im
Kampf mit dem Treibsand Dank
Bewässerung gibt’s neue Baumreihen entlang der Strasse

Mittagspause
im Schatten von Baumreihen entlang eines Auch
Mirabai geniesst die Momente ausserhalb des Campers
Bewässerungskanals

Bewässerungskanal Routenplanung
unterwegs

Die
Männer kommen zurück vom Brot Einkaufen mit, Camping-plätz
gefunden – Vorbereitung für den „Sundowner“-
schachtelweise
Bier!! (ein
kühles Bier zum Sonnenuntergang)

Strohtransport
durch die Wüste
Die schneebedeckte Bergen der Kunlun Shan von den
Südlichen Seidestrasse

Scheue
Kontakte beim Tee … ..
und plötzlich wollen alle mit aufs Bild

Die
einen waschen Traktoren, die anderen den Teppich aus
der
guten Stube
Kunsthandwerk in Hotan
In Hotan hatten
wir Gelegenheit, altes Handwerk aus der Nähe zu betrachten. Dabei handelt es
sich natürlich um eine Art „Ballenberg“, eine moderne Seidenproduktion haben
wir nicht gesehen, es war dennoch interessant.

Das
gibt handgeschöpftes Papier aus der Rinde Der
letzte Schliff an einer Buddha-Statue aus der wertvollen
des
Maulbeerbaumes Hotan-Jade

Von
einfachen Ringen bis zu grossen Kunstgebilden gibt es im Die Seidenraupen-Kokkons werden
eingeweicht, bevor der
Jade-Laden
alles (und in jeder Preislage!) Seidenfaden
aufgewickelt werden kann

Am
Webrahmen Die
Endprodukte, Etles-Seide mit den für die Region typischen Muster
Die Taklamakan
Die
Taklamakan-Wüste hat eine Ausdehnung von ca. 800km (west/ost) und 500km
(nord/süd). Vor rund 10 Jahren bauten die Chinesen quer durch die Wüste, von
Nord nach Süd eine 500 km lange Strasse, den Tarim-Highway. Damit diese Strasse nicht sofort wieder vom
Treibsand zugedeckt wird, mussten entlang der Strasse Büsche und Bäume
angepflanzt werden. Dazu wurden 114
Brunnen gebohrt und Bewässerungsleitungen gebaut. In einer ersten Phase wurde
Schilf angepflanzt und dann kurz geschnitten. Die langen Wurzeln des Schilfs
gaben dem Sand einen ersten Halt. Anschliessend wurden Bäume gepflanzt, 6 bis
12 Reihen auf jeder Strassenseite, jeden Meter eine Pflanze. Pro Baumreihe
wurde ein Schlauch gelegt, mit einem kleinen Loch alle 1 Meter, d.h., genau bei
jeder Pflanze. Der Grossteil der gepflanzten Tamarisken und Pappeln haben
wurzeln gefasst und wachsen. Der grüne, künstliche Streifen mitten durch die
Sanddünen sieht etwas fremd aus, aber wenn das Experiment gelingt, dann sparen
sich die Chinesen sehr viel Geld mit einer direkten Strassenverbindung
Nord/Süd, anstatt dem langen Umweg um die Wüste herum, und haben mit dieser
Strasse auch einen guten Zugang zu den Ölföderanlagen, die hier in der Wüste
sind.
Im Norden und im
Süden ist die Wüste umgeben von hohen Gebirgskämmen, man sieht von der Wüste
aus die schneebedeckten Gipfel. Die
Flüsse aus diesen Gebirgsketten (Regen- und Schmelzwasser) ergiessen sich in die Taklemakan und versickern
dort. Bei starken Regenfällen in den
Bergen wird oft die Strasse am Wüstenrand weggespült.
Nach dem
gemässigten Klima in den Bergen von Kyrgistan haben wir uns natürlich auf das
Wüstenklima gefreut, und wir wurden nicht enttäuscht! Wir streiften zu Fuss
durch die Sanddünen, weg vom grünen Streifen der Strasse. Tagsüber, im Auto
unterwegs merkten wir dank Klimagerät nicht viel von der Hitze, und nachts
kühlte es soweit ab, dass das Schlafen problemlos war. Neben dem schönen Wetter
erlebten wir auch einen kleinen Sandsturm und sogar etwas Regen in der
Taklemakan.

Überschwemmung
auf der Südroute Letzte
Tankstelle für 250km

Das
grüne Band entlang der Strasse Es
wurden 19'184 km Kapillarrohre verlegt worden

Sand,
soweit das Auge reicht


Pumpstation
Nr. 81. Bei jeder Station der 114 Stationen ist ein Team, Der geschnittene Schilf in den Quadraten
stabilisiert den Sand,
das
täglich alle Kapillarschläuche überprüft und instandstellt. Die Schriftzeichen können wir
nicht entziffern

Da
sehen unsere Camper echt klein aus….

Tamarisken
blühen Baumsterben
am Rand der Wüste
Kuqa
Eine Kleinstadt
am Nordrand der Wüste, an der Hauptstrasse von Kashgar nach Ürümqi (die
nördliche Seidenstrasse). Für uns war Kuqa nur ein kleiner Zwischenstopp, bevor
wir in die dahinterliegenden Berge weiterfuhren. Dennoch war ein Streifzug
durch das Städtlein interessant. Blumengeschmückte Strassenkreuzungen und
exotisches im Markt waren das auffälligste dabei.

Wasser-
oder Ölpumpe? Backsteinfabrikation

Typisch
in den chinesischen Städten: Blumenschmuck überall

Die
Städte sind sauber, hier wird Abfall getrennt gesammelt Auch das gibt’s noch: getrocknete Schlangen,
daneben gab
es auch Eidechsen (tote
und lebende), Schildkröten, usw.

Aprikosentrocknerei
am Strassenrand
Kizil und Tian Shan (Himmlische Berge)
Canyon
In Kizil gibt es
mehrere Hundert buddhistische Grotten aus der Zeit von 400 bis 700, die
früher einmal viele Buddha-Figuren und
Wand- und Deckenmalereien enthielten. Nach 700 wurde die Gegend verlassen, die
Grotten für andere Zwecke verwendet, und während der Kulturrevolution teilweise
systematisch zerstört. Weiter Fundstücke aus dieser Zeit fanden den Weg in die
Museen von Berlin, London, usw., wo sie von Ärcheologen für die Zukunft
erhalten wurden. Viel ist daher nicht mehr zu sehen, aber es gibt dennoch einen
Eindruck aus den früheren Zeiten.
Der Tian Shan
Canyon ist sehenswert, riesige Felsformationen, die vor allem in der Abendsonne
in allen Farben leuchten.

Schroffe
Felsen, keine Vegetation

Achtung
Steinschlag!

Begegnung
am Wegrand

Kizil,
ein Teil der erhaltenen und für Besucher zugänglich Gartenanlage in Kizil
gemachten
Grotten Innenaufnahmen in den Grotten
waren
nicht erlaubt

Auf
der Fahrt zum Tian Shan Canyon

Auf
der Fahrt zum Tian Shan Canyon

Auf
der Fahrt zum Tian Shan Canyon

Eingang zum Tian Shan Canyon Eingang zum Tian Shan Canyon

5.6
km des Canyons sind begehbar



Neben
den landschaftlichen Reizen gibt’s aber auch hier die
heutige
Realität: Industrieanlagen.
Korla - Ürümqi
Auf dem Weg nach
Ürümqi überqueren wir das Tian Shan-Massiv. Hier sind wir nun auf einer der
nationalen Hauptstrassen, vergleichbar mit einer CH-Autobahn. Wer die Strasse
benutzt, der bezahlt sie auch, regelmässig kommen wir daher an Zahlstellen.
Landschaftlich
ist das Tian Shan-Massiv sehr schön, trocken und je nach Sonneneinstrahlung in
starken Farben. In der Talebene gegen Ürümqi treffen wir auf Energieanlagen.

Autobahnraststädte,
leider noch im Bau Zahlstelle

Tankstellen
sind normalerweise mit farbigen Flaggen geschmückt Durchs Tian Shan

Im
Tian Shan und … hinunter
gegen die Talebene von Ürümqi

Thermisches
Kraftwerk und … Windkraftanlage
Ürümqi
Ürümqi ist die
Hauptstadt von Xinjiang (Autonome Provinz), mit 2 Mio. Einwohnern eine
Grosstadt.
Für uns sehr
wichtig: Hier konnten wir unsere falsch ausgestellten Dokumente (Führerausweise
und Fahrzeugausweis) auswechseln. Nur noch 1 Dokument fehlt jetzt noch, das
sollen wir in Golmud erhalten.

Im
Zentrum der Stadt

Stadtautobus Das
Gebäude rechts ist ein Buchladen, der grösste,
den
wir je sahen
Minarett als Aussichtsturm im Zentrum Vom Aussichtsturm

Im
Basar: Pelze jeder Art

Was
ist eine Stadt ohne Grill? Gemüseanlieferung
für das Strassenrestaurant

Vorkochen
am Morgen Die
Vorräte sind bereit

„unser“
Hotel, wo wir auf dem Parkplatz standen, von vorne .. … und von hinten

Das
war keine optische Täuschung, es war wirklich der Carrefour, Glänzende Schuhe für ca. 15 Rappen
es
gab praktisch alle europäischen Produkte, einfach etwas teurer
als
die chinesischen.

Strassenmusik,
den Anlass dieses Auftritts kannten wir Musikinstrumente
Allerdings
nicht.

Die
Gruppenumlauf-Seilbahn führt auf den Red Hill-Park und Ürümqi hat ein sehr modernes Museum über Geschich
Brauchtum
Aussichtspunkt der
Provinz Xinjiang
Heavenly Lake (Himmels-See)
Der Himmels-See
ist ein Ausflugsort, nach chinesischer Art total organisiert und für den
Massentourismus ausgelegt. Und die Massen kommen, jeden Tag! Wir genossen die
frische Luft, die „Alpenlandschaft“, die Spaziergänge entlang den Bächen und
entlang dem See, es war wirklich sehr schön, besonders nach der Hitze in der
Taklemakan-Wüste! Man bezahlt einen
Eintrittspreis für die Gegend, dazu kommen dann alle weiteren Ausgaben für
Autobus, Elektrobus, Seilbahn und natürlich für die Restaurants. Alles in Allem
kein billiges Vergnügen, erstaunlich, dass trotzdem so viele Touristen (99%
Chinesen) jeden Tag hierher kommen.
Chinesische
Wanderwege, Das Geländer ist aus Beton! ..
mit einer kleinen Pagode als Rastplatz
Chinesische
Wanderwege Grad
wie daheim!

Eingang
zur Seilbahnstation Uralte
Bahn in brandneuem Gebäude
Zweiergondeln

An
der Bergstation warten Elektrobusse, um die Touristen zum Sehr schöner Bergsee
Himmelssee
zu führen

Fast
wie im Oberland, nur der Schneeberg ist über 5000m Touristenboote, fast wie am Lac de Joue

Schwimmende
Pagode Auch
um den See fehlt der Wanderweg nicht

Und
immer wieder: Kleine Pagoden als Rastplätze Sogar
der Baumstamm (aus Beton!) ist bereit für die richtigen
Aufnahmen