Palitana und Bhuj
Nach dem „Inselleben“ auf Diu ging es weiter, wir wollten auf unserer Reise durch Gujarat nach Norden den Jain-Pilgerort Palitana und das im 2001 von einem Erdbeben stark beschädigte Städtchen Bhuj besuchen.
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Auf dem Weg nach
Palitana |
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Indischer Doppeldeckerbus
mit künstlerischer Bemalung. |
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Gujarat produziert viel
Baumwolle. Bei den Verarbeitungsbetrieben sammeln sich ganze Berge der frisch
gepflückten Baumwolle |
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Auch im Jahr 2007 gibt es
noch viel Handarbeit |
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In Palitana |
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Der auf einem 600 Meter hohen Berg gelegene Pilgerort Palitana zählt zu den 4 heiligsten Bergen der Jains |
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Wir hatten Glück: Als wir
Palitana besuchten, fand am Fusse des Berges eine Zeremonie statt, Pilger
wurden in einem Umzug, begleitet mit einem schön dekorierten Elephanten, … |
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….. Tänzern …. |
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… in silberbeschlagenen Pferdekutschen
zum Beginn des Aufstieges zum Tempelberg gebracht. |
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Alles muss die 3000 Stufen
auf den Berg hinaufgetragen werden, es gibt keine Strasse. |
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Für einige Pilger ist das zuviel,
sie lassen sich hinauftragen. Wir gingen natürlich zu Fuss, mit einem Start
um 8.00 Uhr entgingen wir der Mittagshitze, und mit genügend Trinkwasser
dabei war es kein Problem. |
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Die Träger benötigen für den
Transport ca. 2 Stunden, Kostenpunkt: 300-500 Rupies, 9-12 CHF. |
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Die Träger geniessen die
Ruhe und den Schatten, bis es dann wieder mit der Last nach unten geht. |
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Die Pilger rechts sind in der
Warteschlange beim Eingang zum Heiligtum. |
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Es sollen auf dem Berg 836
kleine (1mx1m)bis grosse Marmortempel geben, die im Verlaufe von 9
Jahrhunderten entstanden sind. Die meisten davon wurden allerdings von den
muslimischen Eroberern im 14. und 15. Jahrhundert zerstört oder beschädigt,
und dann später von den Jains wieder aufgebaut. |
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Wie bei allen Jain-Tempeln
die wir bis jetzt sahen, sind die in Stein gehauenen Verzierungen
überwältigend |
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Blick über die Dächer und
Kuppeln |
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Der hat uns gefallen, doch
fürs Reisegepäck war er etwas schwer. |
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Am Nachmittag begann dann
auch für uns wieder der Abstieg. |
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Am Fusse des Berges entstehen
im Moment mehrere neue Jain-Tempel. Dieser hier beherbergt ein Museum über
die Geschichte der Jain-Religion und der 108 wichtigsten Jain-Tempel, im
Zentrum befindet sich dann die in den 4 Himmelsrichtungen schauenden
Heiligenstatuen. |
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Auf dem Weg nach
Bhuj |
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Der Weg nach Bhuj führte uns quer durch Gujarat und durch die „Little Rann“, einem topfebenen Salzsee |
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Salzgewinnung |
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Die Starkstrommasten stehen
auf speziellen Fundamenten im Salzsee |
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Die Region von Bhuj erlebte
im Januar 2001 ein starkes Erdbeben, viel Zeugen davon sind noch heute zu
sehen. |
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Gujarat entwickelt sich zum
grössten Industriegebiet in Indien. Das wird begünstigt durch die in den
letzten Jahrzehnten gefundenen Erdöl- und Mineralvorkommen, sowie der
prosperierenden Agrarwirtschaft und nicht zuletzt wegen der Nähe zu den Häfen
am Arabischen Meer. Scheinbar mische hier auch
Europäer mit. |
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Asia Motors Ltd. |
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Ein Chemiewerk |
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Der etwas pompöse Eingang
zu einer neuen Siedlung für die Mitarbeiter in einem Industriegebiet. |
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Reihenweise neuen
Wohnhäuser in der Wüste |
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Ein Wasserpark in der
Wüste. |
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Bhuj |
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Früher als Handelszentrum für die Karawanen zwischen Afghanistan und dem indischen Ozean gross geworden, ist es heute eher ruhig. Das gespannte Verhältnis von Indien mit Pakistan mit dem kaum noch existierenden Grenzverkehr reduziert die Bedeutung der Stadt enorm. |
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Der Prag Mahal (Palast des
Prag). Sieht solide und unbeschädigt aus, doch der Schein trügt, grosse Risse
zeugen vom Erdbeben, der Turm ist nicht mehr begehbar. Trotzdem beherbergt das
Gebäude noch einige Büros der Stadtadministration. |
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Der Aina Mahal
(Spiegelpalast) gleich daneben ist sichtlich stark beschädigt. Fraglich, ob sich
hier jemand findet, der die notwendigen Mittel für eine Restaurierung zur
Verfügung stellen kann. Trotzdem befindet sich darin ein sehr interessantes
Museum, es zeigt, wie die Maharadschas in ihrer Blütezeit hier gelebt haben. |
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Der alte
Swaminarayana-Tempel, einst zu Hause für 180 Mönche, ist ganz aus Holz gebaut
und hat das Erdbeben praktisch unbeschadet überstanden. |
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Im Innenhof des
Swaminarayana-Tempels, oben die Behausungen der Mönche, unten die
verschiedenen Heiligtümer. |
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Mit der internationalen
Hilfe ist vieles wieder instand gestellt worden. Hier ein etwas komisches
Schild mit widersprüchlichen Informationen. Ein Einheimischer erklärte uns,
„nein, das hat nichts mit der Caritas Schweiz zu tun, das ist vom Roten Kreuz
aus Mumbay …“ |
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Die einfachen aber
praktischen Häuser ersetzten die beim Erdbeben zerstörten Behausungen. |
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Zu jedem Haus gehört zudem eine
Aussentoilette, ob sie allerdings als das benutzt wird ist offen. |
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Die Sponsoren sind sichtbar |
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Dorfleben am Wasserbrunnen |
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Das Handwerk in den Dörfern
wird touristisch vermarktet. Das hat aber den Vorteil, dass man direkt beim
Hersteller einkaufen kann, und weiss, wohin das Geld geht. |
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Einst bei der indischen Flugwaffe
aktiv, heute pensioniert und aktiver Sammler von Versteinerungen aller Art,
inkl. Muscheln, Fische, Schildkröten und sogar Meereskühen. Mr. V. M. Sodha baut sein eigenes Museum
ausserhalb von Bhuj auf. Kürzlich fand er 2 Skelette von Dinosauriern. Die
Orte wollte er noch nicht verraten, denn er will sich seine Funde zuerst von
Wissenschaftlern untersuchen und identifizieren lassen |
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Im Than, einem abgelegenen
Ort ausserhalb Bhuj fanden wir einen traumhaft schönen und ruhigen
Stellplatz. Eshat so viele verschiedene
Vögel, man meint, in einem Vogelkäfig zu sein. |
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Am Abend sammelten sich die
Pfauen in den Bäumen, wir zählten 13 Stück, die sich zuoberst in den Baumkronen
für die Nacht niederliessen. |
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Im Busch bei Than |
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Touristisch motivierter
Nachbau der ursprünglichen Rundbauten mit den schönen Wandverzierungen. |
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