Kirgistan
Kirgistan
beeindruckt durch seine fantastischen Landschaften, die mächtigen Berge, Seen
und Flüsse. Vieles erinnert dabei an die Schweiz, nur grösser und wesentlich
weniger dicht bevölkert.
Am besten kann
man mit einigen Bildern etwas von diesem schönen Land zeigen.
Durch das Ferganatal
Die Strasse
windet sich entlang dem Naryn-Fluss durch das Tal, durch Schluchten und entlang
grosser Stauseen und überquert dann 2 Pässe hinüber nach Bishkek. Nach der
Hitze des Tieflandes war es sehr angenehm hier, es war schön, wieder in den
Bergen zu sein, die Fahrt bot wunderschöne Stellplätze am Fluss oder an den
Seen. Kirgistan produziert hier sehr viel Elektrische Energie. Ein
Vermut-Tropfen bleibt: Die Russen hatten
im Ferganatal, geschützt durch die hohen Berge, grosse Industriebetriebe
angesiedelt. Mit diesen Betrieben haben sie natürlich auch viele Leute ins Tal
gebracht. Die meisten dieser Betriebe stehen heute leer, die Leute sind
abgewandert und die Anlagen zerfallen.

Der
typische Kirgisenhut ist allgegenwärtig Aufgeweckte
Kinder, oft mit ein paar Brocken Englisch

Neben
der maschinellen Landwirtschaft gibt’s auch noch viel Mobile „Honigproduktion“
Hand-
und Pferdearbeit

Leerstehende
Wohnsiedlungen …. …
und Industrieanlagen

Typisch
im Ferganatal: Staumauern, Stauseen und
Elektroproduktion

Stauseen

Am
Toktogul-Stausee

Am
Toktogul-Stausee

Auf
dem Weg zum Ala-Bel-Pass Nomaden
haben hier ihre Pferde auf über 3000m

Ala-Bel-Pass,
3174m Eine
erste von vielen Einladungen ins Nomaden-Zelt, es gibt Brot,
Tee, Butter, Rahm, und
manchmal Stutenmilch

Abschied „Alpaufzug“
über die Passstrasse
Bischkek
Die Hauptstadt
Kirgistans. Wir benutzten die Gelegenheit für Einkäufe, Internet usw. Kurz vor Bishkek ist unsere Pentax Fotokamera
ausgestiegen, der Autofocus wollte nicht mehr. Eine Reparatur war hier nicht
möglich, das muss warten bis wir wieder zu Hause sind, also gab es nur eine
Möglichkeit: Eine Ersatzkamera kaufen. Leichter gesagt als getan. Nach der
Suche in vielen Geschäften stiessen fast zufällig wir auf einen Laden für
Computer und Zubehör, der einem Mennoniten gehört. Er sprach Deutsch und
arbeitet zeitweilig auch für die deutsche Botschaft. Nach kurzer Zeit konnte er
uns genau das besorgen was wir suchten, es ist eine Canon Kompaktkamera. Die
ersten Bilder waren sehr gut, so verliessen wir erleichtert Bishkek und freuten
uns auf die Weiterreise durch Kirgistan.

Routenplanung
in Bishkek Hunderte
von diesen Mercedes-Bussen sorgen für den
Personentransport in der
Stadt und Umgebung

Kolossalbauten
aus russischer Zeit

Stramme
Wachtsoldaten, wohl auch ein Überbleibsel aus Daneben
aber auch schöne Gartenanlagen
Russischen
Zeiten?

Nach
der Hitze und dem Staub der Grossstadt Ruhe und … …. frische Luft im Kegeti Canyon Naturschutzgebiet

Kühe
sind nun einmal neugierig Typische
Hauptstrasse, meistens gesäumt mit Bäumen
Ysyk-Köl-See
Der Ysyk-Köl-See
ist mit seinen 160 km Länge und 60 km Breite riesig. Zwischen den Bergketten im
Norden und Süden aus lauter 4-5000
ern eingebettet, mit klarem Wasser,
mehreren Zuflüssen und keinem oberirdischen Abfluss, leicht salzig. Die Ufer
des Sees locken viele Stadtleute an zur Erholung(auch die russischen
Kosmonauten waren hier nach ihren Flügen im All). Rund um den See gibt es mehrere
warme Quellen und Kurzentren, die allerdings ihre besten Zeiten hinter sich
haben.
Das Wasser war im
Juni noch recht kühl, aber wir haben uns nicht von einem Bad abhalten lassen.
Der ganze See ist ein Naturschutzgebiet. Das komische: Wir haben nirgendwo am
See Fische gesehen. Ob es an der Wasserqualität liegt, oder ob der See
ausgefischt ist, wir haben es nicht herausgefunden. Wir umrundeten den See und
besuchten dabei einige interessante Seitentäler.
Hier
sind wir auf der Hauptstrasse Bishkek-China und begegnen Sonnenaufgang über dem Ysyk-Köl, im Süden die
verschneiten
den
ersten chinesischen Lastenzügen 4-5000
er
Käserei
bei Taldy-Suu, östlich des Ysyk-Köl, von der Schweiz auf- gebaut, heute unter einheimischer
Leitung

Ein
Stück Heimat? Kästeilet
nach dem Grosseinkauf
Gschwellti
mit Käse, Salat und ein Bier dazu

Sonnenuntergang
mit den frisch verschneiten Bergen des Die
Jungs beherrschen ihre Pferde perfekt
Kagshaal
Too und Nomaden-Camp

Mit
der Grossmutter zur Begrüssung bei uns Touristen … und auch er reitet bereits (mit
improvisierten verkürzten Steigbügeln)

Auf
dem Sonntagsmarkt in Karakol findet man wirklich (fast) alles Auch der Hufschmied ist dabei

Oder
suchst du ein paar schöne Ferkel? …
oder soll es ein gekochter und rasierter Schafskopf sein?

Chinesische
Baukunst an einer Moschee, die um 1800 von chinesischen Emigranten in Karakol
gebaut wurde

Aber
auch eine orthodoxe Kirche findet sich in Karakol Im
Touristen-Jurten-Camp, unserem Stellplatz in Karakol,
wartet schweres Geschütz
auf die nächsten Touristen-Gruppen

Die
roten Sandsteinfelsen bei Jeti-Ögüz sind eindrücklich, …. besonders bei günstiger
Sonneneinstrahlung

Jeti-Ögüz Spaziergang
bei den roten Felsen

Für
uns eher unklar, wer hier bei den roten Felsen Schwimmringe Früher einmal ein florierendes
Geschäft in Jeti-Ögüz:
und
Strandbälle kaufen soll, aber man weiss ja nie ….. Gesundheitszentrum mit Bädern, Massagen,
usw.
Es ist tragisch zu sehen,
wie Ärzte und Pflegepersonal mit den
beschränkten Mitteln
versuchen, einen Betrieb aufrecht zu
erhalten, und trotzdem
zerfällt alles

Reisepause
am Ysyk-Köl-See ..
dazu gehört auch ein perfekter Sonnenuntergang

…
und ein ebenso perfekter Campingplatz in einer Bucht Wasser auffüllen in der Dorfstrasse

Typische
Häuser in Kirgisien
Zu Besuch bei den Nomaden
Überall in den Bergen
sahen wir Nomaden, sei es entlang der Strasse oder bei einer Wanderung fernab
der Strasse. Und überall wurden wir sofort in ihre Behausungen eingeladen und
bewirtet. Die Regeln sind klar: Man zeiht die Schuhe aus und setzt sich im
Schneidersitz oder kniend auf die ausgebreiteten Teppiche rund um die
Zeltmitte. Solange der Gastgeber Tee, Brot, Rahm, Butter und Frischkäse
auftischt, war das sehr gut und für uns und unsere Mägen kein Problem.
Problematischer wurde es bei der Stutenmilch und echt schwierig bei der
vergorenen Stutenmilch. Hans meisterte diese Herausforderung problemlos, alle
anderen hatten damit wirklich Schwierigkeiten. Geschmack und Geruch sind kaum
zu beschreiben, aber für unsere Sinne schwer zu schlucken und unten zu
behalten. Als Gegenleistung gaben wir
den Leuten kleine Geschenke, eventuell Früchte oder wenn nichts Geeignetes
vorhanden war, dann eben etwas Geld. Die Leute leben sehr einfach und sind froh
um alles, was etwas Abwechslung in ihr Leben bringt. Hier ein paar Bilder von solchen
Besuchen:

Typische
Jurten, hier war der Bruder aus Bishkek zu Besuch, daher Anstelle der traditionellen Jurten werden oft auch
Wohnanhänger
musste
der Audi 100 unbedingt mit aufs Bild benützt

In
der Jurte Der
Tisch ist gedeckt

Und
immer steht irgendwo in der Jurte ein Samowar
Abstecher zum Son-Köl-See
50km abseits der
Passstrasse zum Torugart-Pass liegt der Son-Köl, ein grosser See auf über
3000m, wo von Juni bis September viele Nomaden, resp. Halbnomaden die
Sommermonate verbringen. Grosse Herden von Pferden, Kühen, und Schafen bewegen
sich frei in den Bergen herum, keine Zäune weit und breit. Die Cowboys
überwachen die Herden und bringen die Kühe und Schafe abends zu den Zelten, die
Pferde bleiben auch nachts frei auf der Weide. Der Abstecher lohnte sich!

Entlang
dem Orto-Tokoy-Stausee Schneeresten
auf der Passhöhe auf 3400m

Die
Naturstrasse windet sich durch die langen Täler Hier
hat es alles, grüner Talboden, Wüste, leicht grüne Hügel,
Fels
und Schnee

Sogar
Murmeltiere gibt es

Wunderschöne
Pferde und … ….
eine Kreuzung von Rindern und Jaks. Gemäss Laura gleichen
sie den Schottischen Hochlandrindern.

Ungewöhnliche
Wachhunde, Afghan oder Borzoi? Ein letzter
Blick zurück auf den Son-Köl See

Wo
gibt es das sonst noch: Ganze Wiesen mit Edelweiss?
Auf dem Weg zum Torugart-Pass
Der
Torugart-Pass, 3780m, ist für uns der Übergang nach China. Die Strasse ist im
unteren Bereich asphaltiert, weiter oben dann Naturstrasse. Bei trockenen
Verhältnissen, wie wir sie hatten, war es abgesehen vom Staub kein Problem. Bei
Regenwetter oder im Winter muss es hier aber recht schwierig werden. Die
Bergwelt ist imposant!

Einfach
schön (grad wie in den Alpen…) Früher
als Karanwanserei für die Reisenden nach China gebaut
Heute
als Sehenswürdigkeit wieder aufgebaut.

Fische
in der Bratpfanne, nicht selbst gefangen, aber auch gut! Altmetalltransport in Richtung China, täglich 30-50
solcher Ladungen

Schwer
beladen von China nach Kirgistan unterwegs Chinesische
Laster sammeln sich zum Konvoi nach dem
Grenzübertritt in
Kirgistan