Chinesische Grenze bis Kashgar
Die Grenze zu China liegt in den Bergen, ein erster Checkpoint der Chinesen ist auf dem Torugart-Pass auf 3700m. Die Berge sind praktisch Steinwüsten, nur Stein und Sand, aber in allen Farben, und je nach Sonneneinstrahlung ganz anders.
Der Grenzübertritt
Chinesischer Zoll und Immigration wären eigentlich problemlos gewesen, wenn unsere Reiseagentur die Wagenpapiere für China rechtzeitig bereit gehabt hätte. Da dies nicht der Fall war, mussten wir die Autos gleich nach dem Torugart-Pass bei der Zollkontrolle (auf 3400m) stehen lassen. Eine spätere Einreise, nach China d.h., warten in Kirgistan bis die Papiere ok waren, war für uns nicht möglich, denn mit dem China-Visum war das spätest erlaubte Einreisedatum verbunden, und unser Kirgistan-Visum wäre sowieso bald ausgelaufen.
Mit sehr gemischten Gefühlen packten wir das nötigste in die Rucksäcke, unser chinesischer Reiseführer Abdul holte uns hier ab und brachte uns rund 100km weiter ins Tal hinunter zur Immigration. Pass-, Visa- und Gepäckkontrolle waren schnell und effizient und bald ging die Fahrt noch 50km weiter nach Kashgar, wo Abdul Hotelzimmer für uns reserviert hatte. Das Immigrationsgebäude muss man gesehen haben (Wie überall an den Grenzen waren Fotos nicht erlaubt, darum versuche ich es zu beschreiben): Riesiger, betonierter Vorplatz, eindrucksvolle neue Gebäude, ähnlich einem internationalen Flughafen, alle Offiziellen in tadellosen Uniformen. Die Gebäude im Inneren mit viel Marmor und Glas, moderne Bürolandschaft mit PC’s. Das Gepäck lief durch eine Röntgenanlage, wie am Flughafen. Bei der Einreise mussten wir ein Gesundheitsformular ausfüllen, wichtige Fragen bezogen sich auf Sars und Vogelgrippe. Erstaunt waren wir dann, als wir in eine Kamera schauen mussten, und diese dann mit Rot- oder Grünlicht signalisierte, ob wir passieren durften. Die Lösung des Rätsels: Es war eine Wärmebildkamera und sie kontrollierten, ob jemand Fieber hatte.
Abgesehen von modernen Flughäfen ist dies die modernste resp. eindrücklichste Grenzstation auf dieser Reise. Ringsum das Gebäude herrschte dann aber schnell wieder der „local standard“.
Trotz schönem Hotel und einer interessanten Stadt mit vielen neuen Eindrücken genossen wir die Zeit in Kashgar nur bedingt, die Warterei war mühsam, denn wir wussten nicht wann und wie es weitergehen würde. Die Reiseagentur war am „organisieren“ in Ürümqi, der Hauptstadt der Provinz, und wir waren am warten. Nach 5 Tagen war es soweit, alle Papiere waren da und Abdul fuhr uns wieder die 150km an die Grenze zum Zollhof. Unsere Frauen durften nur bis zur Immigration mitfahren, sie mussten dort 4 Stunden auf uns warten. Auf der Fahrt schauten wir uns die chinesischen Papiere etwas genauer an und stellten fest, dass die Gültigkeitsdauer der Papiere überhaupt nicht mit unseren Reiseplänen und Visas übereinstimmten, Führerausweis und Fahrzeugausweis waren nur bis Ende Juli gültig, das Zollpapier für das Auto sogar nur bis am 13. Juli, und die Fahrzeugversicherung war noch gar nicht vorhanden.
Etwas Positives gab es an diesem Tag: Die Autos standen unversehrt im Zollhof. Wir demontierten unsere schweizerischen Autonummern und ersetzten sie mit den chinesischen, die uns bis an die Grenze zu Nepal begleiten werden.
Unsere Reiseagentur in Zürich und ihre chinesische Vertretung versicherten uns, dass wir bis zu unserer Ankunft in Ürümqi die korrekten Papiere erhalten würden. Hoffentlich haben sie recht…..
Fazit: Trotzdem, dass wir unsere detaillierten Reispläne und Reisedaten schon sehr früh fixieren mussten, gelang es nicht, die Einreise korrekt vorzubereiten. Wahrscheinlich hätte unsere CH-Agentur ihre Partner in China wirksamer kontrollieren sollen.
Endstation Zollhof Hoffentlich
werden unsere Autos besser aussehen als dieses
Feuerwehrauto,
wenn wir sie wieder abholen

Unsere neue Autonummer
Kashgar
Die Überraschung war gross, als uns Abdul durch die Stadt zu unserem Hotel fuhr: Grosse, breite Strassen, breite Trottoirs, moderne Gebäude. Das alte Kashgar, das wir erwarteten, gab’s aber trotzdem noch. Sobald man von den Hauptstrassen weg geht, ist man mitten drin. Die Stadt ist im Umbruch. Strasse um Strasse wird neu gemacht, d.h., alle alten Gebäude werden durch moderne Bauten ersetzt, und so entsteht nach und nach ein völlig neues Stadtbild. Die Lebensdauer der neuen Gebäude dürfte jedoch nicht allzu gross sein, die Bauqualität ist eher dürftig. Das Herz der Altstadt soll aber erhalten bleiben. Dort haben wir denn auch die meiste Zeit verbracht.
Obwohl wir hier in China sind, treffen wir auf den Strassen eher selten Chinesen an. Kashgar ist, als Folge einer sehr bewegten Geschichte ein Gemisch verschiedenster Rassen. Den Hauptteil machen hier die Uyguren aus.
Da wir ohne unsere Autoküche in Kashgar sind, geniessen wir die einheimische Küche, meistens landen wir dabei im „Foodmarket“. Das ist eine Ansammlung von kleinen Küchen, dort ist es auch ohne Sprachkenntnisse möglich, sich etwas schmackhaftes zusammenzustellen.
China macht ernst mit dem Umweltschutz: Praktisch alle 2- und 3-Räder (und deren gibt es Tausende!) fahren geräusch- und gestanklos mit Elektromotor. Die übrigen Motorräder und Kleinfahrzeuge mit Benzinmotor werden anders gefahren als in Europa, sehr niedertourig und damit ebenfalls recht leise und benzinschonend. Heulende Motoren gibt es hier nicht!
Ein Besuch des sonntäglichen Tiermarktes war auch interessant, nur die erwarteten Kamele fanden wir nicht. Da wir bereits in Kirgistan einen Tiermarkt sahen, blieb Laura im Hotel und nutzte die gute Gelegenheit, die mitgebrachte Wäsche zu erledigen und um auszuruhen. Ein weiterer Vorteil des Hotellebens: Es hatte in den Zimmern TV und wir konnten die Fussball-WM mit chinesischem Kommentar geniessen!! Am 1. Juli gab’s zudem eine Direktübertragung der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Golmud nach Lhasa und zwar in Englisch! Diese Bahnlinie werden wir uns ansehen, das ist eine sehr grosse technische Leistung, viele der Brücken und Tunnels sind in den Permafrost gebaut.

Nachtessen im Foodmarket, 80
Rappen/Person … Strassentelefon
am Kiosk, die Verbindung mit zu Hause

Unser Hotel, 5 Tage
„Zwangsaufenthalt“ Paradeplatz
in Kashgar, überwacht von Mao

Öffentliches Line-Dancing ….. und
gleich daneben mit anderer Musik konventionelles Tanzen
unter
künstlichen Palmen, ein schöner Samstagabend-Treffpunkt

Moschee Id Kah, mehr als 500
Jahre alt Im
Inneren der Id Kah Moschee

Frühmorgendliches,
öffentliches Exerzieren der Polizei

Gleich hinter den Neubauten
der grossen Strassen: Handwerk Original
handgefertigt in der Altstadt von Kashgar
wie vor Jahrhunderten

Garantiert handgefertigt Ausgangsmaterial
wie so oft: Armierungseisen

Mech. Werkstätte, nicht Museum Gleich
neben dem Schlosser: Der Schmied

Baumwollverarbeitung , 1.
Stufe Weiterverarbeitung
zu Duvets

Mit dem Elektroroller
umweltfreundlich durch die Altstadt Altstadt

Brot, bereit für den Ofen Nicht
ganz EU-konform, aber eigentlich ok.

Warum sitzen sie so brav vor
den Süssigkeiten?? …
Wegen dem Kinderprogramm im Fernseher

Die Gläubigen strömen aus der
Moschee, die Essensstände Keine
vorgefertigten Elemente, sondern Lehm und Stroh,
sind bereit direkt
an der Baustelle gemischt. Auch das gibt’s noch.

Kein Fall für die Feuerwehr,
sondern nur einige Spiessli- & Schon
eher ein Schaschlik-Tempel als einfach ein Spiessli-Grill
Schaschlik-Stände

Reisekoffer (Spezialität aus Kashgar), Kinderbetten, usw. Gold- und andere Fischli für’s Aquarium

Wer die Wahl hat, ….. Töpferei
in der Altstadt

Kashgar Beste
Nüsse in grosser Auswahl

Welcher Hut soll es sein? Gleich
daneben Pulsanalyse in der Altstadt

Bank of China, die erste Adresse für Geldbezug ab Karte oder Mao Tse Tung in Übergrösse
Eintausch von Reisechecks

Kinder spielen überall Mit
Handy und Elektroroller unterwegs

Tagsüber Parkplatz, … ….
am Abend Treffpunkt zu Bier, Spiessli, usw.

Die Auswahl ist gross, auch
Schnecken mit Pfefferschoten Im
Fett gebratene Spezialitäten, waren gut!
gehören dazu

Am Tiermarkt: Mutiger Sprung
von der Ladefläche Tiermarkt

Tiermarkt Tiermarkt

Eislieferung für die
Restaurants