
Junge
Männer vom Stamm der Bana auf dem Markt in Key Afar
Äthiopien,
Teil 3, Lake Langano bis Omorate
(Grenze zu Kenia)
Einige Reiseinfos:
|
Währung |
Birr, 1 US$ = 11.15 bis 13.20 Birr bei der Bank oder auf dem Schwarzmarkt |
|
Geldwechsel |
ATM, die unsere
Karten akzeptierten haben wir nur in Addis Abeba gefunden. Reisecheck waren
nicht möglich, d.h., wir machten fast alles mit Cash US$. |
|
Visa |
Touristenvisa
in Kairo für US$ 30.-, gültig für 3 Monate ab Ausstelldatum, Verlängerung in
Addis Abeba für 3 Monate US$ 20.- |
|
Zolldokument |
Carnet de
Passage, an der Grenze nur für eine Gültigkeitsdauer von 30 Tagen möglich,
Verlängerung in Addis Abeba, aufwendig aber gratis. |
|
Haftpflichtversicherung |
Nicht
obligatorisch, erst in Addis möglich, aber sehr teuer, daher erst in Kenia
(Nairobi) gemacht, dort problemlos und billig |
|
Dieselpreis pro
Liter |
7.1 Birr / Liter (ca. 70 Rappen) |
|
Camping |
Am besten bei
grösseren Hotels im Hotelhof (50 bis 100 Birr).
Abseits der Routen kaum möglich, denn es gibt kaum fahrbare Strassen/Wege,
die von den Hauptstrassen wegführen. Spezielle Stellplätze: - Lake Langano: Campingplatz Karkaro
Beach Cottages N 07.35.801 E 038.41.632 - Sodo: Hotel Bekele Mola N 06.51.814 E
037.45.794 - Arba Minch: Hotel Bekele Mola N 06.00.330 E 037.33.113 - Konso:
Ehemaliger Campinplatz auf dem Hügel, N
05.20.422 E 037.26.654 - Key Afar: Camping N 05.31.403 E 036.43.888 - Turmi: Keske Campsite N
04.58.570 E 036.30.944 - Kolcho: Vor dem Dorf über dem Omo:
N 05.11.569 E 036.12.410 - Omorate: Polizeiposten N 04.48.154 E 036.02.938 |
|
Unsere
Reiseroute, Teil 3 |
Lake Langano – Shashemene – Sodo – Arba Minch
– Konso – Key Afar - Omorate – Illeret (Kenia, über
die grüne Grenze, Immigration und Zoll haben wir dann erst in Nairobi
erledigt) |
|
|
|
|
Das Omo-Valley |
|
|
|
|
|
|
Früh
Morgens wir erhalten Besuch auf unserem Campingplatz
beim Hotel Bekele
Mola in Arba Minch. Ein
Trupp von ca. 20 Pavianen zog jeden Tag an uns vorbei |
|
|
|
|
|
Es
empfiehlt sich, nach dem Einkaufen die Hände zu waschen (neue Scheine sind
hell). Diese Scheine zu 1 Birr haben einen Wert von
ca. 10 Rappen. |
|
|
|
|
|
Der
Lake Chamo (551 sq.km)
bei Arba Minch beherbergt
Krokodile, Flusspferde, Pelikane und viele andere Wasservögel. Wir machten
eine Besichtigung mit einem (soliden) Boot. |
|
|
|
|
|
Gegenseitige
kritische Beobachtung. Sobald sich das Boot näherte gingen sie sofort auf
Tauchstation. |
|
|
|
|
|
Blaue
Nil Krokodile bis zu 7m lang sind hier zu finden. Sie lieben die Sonne und liegen unbeweglich
mit offenem Maul am Ufer |
|
|
|
|
|
Hier
ist Schwimmen nicht zu empfehlen! |
|
|
|
|
|
Weisse
Pelikane |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Trotz
den Gefahren durch die Flusspferde und Krokodile hat es zahlreiche Fischer
auf dem See. Von den kleinen Flossen fischen sie mit Netzen, eine nicht
ungefährliche Sache. Fische hat es genug, vor allem wiederum den
schmackhaften Tilapia. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Markttag
in Chencha, einem kleinen Dorf ausserhalb Arba Minch auf 2647m |
|
|
|
|
|
In
Chencha findet man diese riesigen Rundhütten mit
dem speziellen Vorbau als Eingang, die sog. Dorze-Häuser,
einige sollen bis 12m hoch sein |
|
|
|
|
|
Was
ebenfalls speziell ist in Chencha: Es wird Baumwolle
gesponnen und Tücher gewoben. Die
Frauen spinnen und die Männer weben. |
|
|
|
|
|
Ob
es nach Arba Minch noch
Diesel zu kaufen geben wird? Sicher ist sicher, wir kauften leere
Speiseöl-Kanister und füllten sie mit Diesel. Hans hat in seinem Camper genug
Platz für die zusätzliche Fracht. |
|
|
|
|
|
Das
sind brandneue Stühle + Tische, die in Arba Minch gebaut werden. Hoffentlich sind sie dann auch noch
brauchbar, wenn sie am Bestimmungsort ankommen. |
|
|
|
|
|
Schöner
Stellplatz in Konso, gut abgeschirmt von den „Give me“ |
|
|
|
|
|
Hier
wird Honig gewonnen. In den runden Korbgeflechten oder auch in ausgehöhlten
Baumstämmen haben sich die Bienen eingenistet. Es muss recht gefährlich sein,
wenn die Leute den Bienen an den Honig gehen |
|
|
|
|
|
Gleich
werden wir eingestäubt von einem LKW, voll beladen mit Baumwolle aus der
Region |
|
|
|
|
|
Es
sieht aus wie Gras, hat aber ganz kleine Samenkörner dran (kleiner als ein
Stecknadelkopf), das ist Tef. Damit wird die Injera gebacken, die Grundlage für die äthiopische
Nationalspeise
|
|
|
|
|
|
Besuch
in Macheke, einem kleinen Dorf nahe Konso. Hier lebt ein Stamm in seiner sehr organisierten
traditionellen Art und Weise. Auffallend für uns sind die massiven
Abgrenzungen zwischen den Häusergruppen und die Sauberkeit, es gibt sogar
eine gemeinschaftliche Kompostsammlung |
|
|
|
|
|
Typischer
Eingang zu den Häusern „Dorfstrasse“ |
|
|
|
|
|
Der
Dorfplatz. Für jeden Generationenwechsel des Chiefs
wird ein Baum aufgestellt, hier sind 8 Generationen sichtbar. Die Steine im
Vordergrund symbolisieren Schlachten/Kriege mit anderen Stämmen/Dörfern. Im Gemeinschaftshaus leben die jungen Männer
(ab 13 Jahren) bis sie verheiratet sind |
|
|
|
|
|
Bei
Gesergio (Nähe Konso)
entstand dieser Canyon, bizarre Formen in der roten Erde |
|
|
|
|
|
Jetzt
reicht es: Sehr oft in Äthiopien hatten wir Kinder, die hinterher rannten und
versuchten an den Rädern hochzuklettern. Das war nicht nur gefährlich,
sondern auch lästig. Die Akatziendornen wirkten
Wunder, wir hatten wieder Ruhe! Diese Lösung hatten wir bei Lastwagen
abgeschaut, die scheinbar das gleiche Problem hatten. |
|
|
Farbenfroh
gekleidete Frauen auf dem Markt in Konso |
|
|
|
|
|
Zeit
zum Plaudern auf dem Markt in Konso, Einkaufsäcke
aus Geissenleder, Plastiksäcke gibt es kaum |
|
|
|
|
|
Im
Baumwoll-Sektor des Marktes |
|
|
|
|
|
Auf
dem Markt in Konso: Bunte Stoffe und Stoffbänder in
den traditionellen Farben und Mustern der verschiedenen Stämme |
|
|
|
|
|
Und
wer den Stoff und das richtige Band ausgewählt hat, kann das Kleid auch
gleich nähen lassen. Hier mit Aethiopischen Nationalfarben |
|
|
|
|
|
Bevor
wir Konso verlassen wird nochmals alles aufgefüllt,
denn für die nächsten 800-1000km gibt es kaum eine Tankstelle und auf den zu
erwartenden schlechten Sand- und Steinpisten wird der Verbrauch weit über dem
normalen sein. Im
Moment gibt es keinen Strom, daher wird die Pumpe von Hand angetrieben. |
|
|
|
|
|
Hier
hängt eine tote Wildkatze im Baum, eine Trophäe eines Jägers. Bei den meisten
Stämmen ist es sehr wichtig, dass die Männer ein wildes Tier oder einen Feind
erlegen, nur dann dürfen sie einen bestimmten, sehr begehrten Kopfschmuck tragen.
|
|
|
|
|
|
Abwechslungsreiche
Landschaft auf dem Weg nach Weyto |
|
|
|
|
|
Es
ist trocken! Der
lang ersehnte Regen ist immer noch nicht gekommen, hoffentlich bleibt er
nicht ganz aus. Mais und Sorghum sind teilweise
schon jetzt nicht mehr zu retten. |
|
|
|
|
|
Termitenhügel
mit einem riesigen Kamin. In der Gegend von Key Afar
muss es Unmengen von Termiten geben, denn die Ebene ist übersäht mit solchen
Hügeln |
|
|
|
|
|
Schon
wieder auf dem Markt, diesmal in Key Afar |
|
|
|
|
|
Ein
paar Details: Viele
Männer tragen einen „Patronengurt“, darin ist zwar selten Munition, sondern
eher Geldscheine usw. Muschelbänder,
Armringe, Halsketten und als Kopfbedeckung das Universalzubehör, die
Kürbisschale |
|
|
|
|
|
Diverse
Marktbesucher, hier in Kay Afar sind es vor allem
Leute aus dem Stamm der Bana: Ihre
Dekorationen, die sie übrigens nicht nur am Markttag tragen, sondern permanent,
auch wenn sie mit einer Ziegenherde unterwegs sind haben sich scheinbar der
Zeit angepasst: Element wie Sicherheitsnadeln und Uhrenbänder gehören zu den
beiliebten Dekor-Elementen. |
|
|
|
|
|
Jede
Menge Sicherheitsnadeln. Schön
geflochtenes Haar |
|
|
|
|
|
Diese
3 Schönen haben die Reifeprüfung bestanden, sie sind jetzt Männer und dürfen
heiraten, das besagen die aufgesteckten Federn. Sie sind vor allem auf den
Markt gekommen, um nach einer passenden Frau Ausschau zu halten Was
die Männer in der Hand halten sind Stühle, die sie überall mit dabei haben |
|
|
|
|
|
Auch
hier wieder ein Uhrenband ohne Uhr, ihre Frisur zeigt, dass sie verheiratet
ist |
|
|
|
|
|
Sorghum sieht als Pflanze aus wie Mais aber mit
anderen Früchten. Es wird für verschiedene Gerichte verwendet, als Mehl, für Injeras, zur Bierherstellung, usw. Hier auch von der Trockenheit gefährdet |
|
|
|
|
|
Nahe
von Kay Afar gehen wir mit einem Führer zu einer
kleinen Siedlung, wo gerade ein „Bull-Jumping“
stattfinden soll. Das ist eine Zeremonie für einen jungen Mann als
Reifeprüfung, nach bestandener Prüfung kann er auf die Suche nach einer Frau
gehen. Schon am Morgen als wir ankamen werden die Kaffeekrüge für die vielen
Besucher eingeheizt. Das Ganze hier ist nicht für die Touristen gemacht,
sondern ist wirkliche Tradition. |
|
|
|
|
|
Immer
mehr Frauen kommen an und helfen mit bei der Vorbereitung. Der „Kaffee“ in den
Kannen wird aus den Schalen von getrockneten Kaffeebohnen und aus Blättern
der Kaffeestaude gebraut. Die Kannen bleiben stundenlang über dem Feuer und
das Getränk schmeckt nur ganz entfernt nach wirklichem Kaffee. |
|
|
|
|
|
Das
Wasser zum Kochen wird über mehrere Kilometer weit auf dem Rücken
herbeigeschafft (nur durch die Frauen!). Die
„Brühe“ wird ständig kontrolliert. |
|
|
|
|
|
In
der Küche wird gebacken und ein Getränk aus Milch und Blut einer Kuh hergestellt
für die Rituale des Bull-Jumping. |
|
|
|
|
|
Die
Köchin an der Arbeit. Was sie auf dem Kopf trägt ist kein Helm sondern ihr
Schöpfgefäss, das beim Kochen und beim Trinken verwendet wird und zudem ist es noch ein praktischer
Sonnenschutz. Prost!! |
|
|
|
|
|
Ein
selbst gebautes Musikinstrument, der Klangkörper besteht aus dem Schild einer
Schildkröte |
|
|
|
|
|
Immer
mehr Festbesucher treffen ein. |
|
|
|
|
|
Diese
3 Frauen leiten die Zeremonie ein, mit ihren Hörnern und lauten Gesang tanzen
sie durch die Gegend |
|
|
|
|
|
Später
kommen immer mehr Frauen dazu, teilweise tragen die Frauen auch Waffen mit. |
|
|
|
|
|
Das
ganze Spektakel führt dann schlussendlich zu einem Teil der Zeremonie, die für
uns unverständlich und fast auch nicht mitansehbar ist. Die Frauen lassen
sich mit Ruten auf den nackten Rücken schlagen. Es ist ihr Stolz, möglichst
hart geschlagen zu werden, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie fordern mit
ihrem Tanz und Gesang die Männer zu immer neuen Schlägen auf |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das
Resultat: Narben von früheren Schlägen und neue Wunden auf Armen und Rücken.
Die Narben gelten als Nachweis der Stärke und Tapferkeit. Eine gute und
starke Frau hat viele Narben und ist sehr stolz darauf ……. |
|
|
|
|
|
Künstler
an der Arbeit: Auch Laura bekommt eine Kopfbemalung |
|
|
|
|
|
Das
Resultat darf sich sehen lassen |
|
|
|
|
|
Es
dämmert schon, als die Hauptzeremonie abläuft, von der wir eigentlich nichts
verstehen. Der Kandidat sitzt rechts am Boden, scheinbar wird mit diesen
rituellen Handlungen geprüft, ob der junge Mann für seine Zukunft als Mann
bereit ist. Er
war es….. |
|
|
|
|
|
Leider
ist es bereits dunkel als sich das Ganze dem Höhepunkt nähert: Rinder werden
zusammengetrieben und unter ohrenbetäubendem Lärm wird versucht ein Dutzend
dieser Tiere in eine Reihe nebeneinander zu stellen |
|
|
|
|
|
Als
dies endlich gelingt, muss der Kandidat an einem Ende auf den Rücken des
ersten Tieres springen und dann über die ganzen 12 Tiere laufen. Das Ganze
muss er 3 Mal machen, was ihm hier auch gelang, nun ist er aufgenommen in den
Kreis der heiratsfähigen Männer …… |
|
|
|
|
|
Begegnung
am Strassenrand. Diese Jungs haben erkannt, dass man etwas machen muss, um
sich ein paar Münzen zu verdienen, als Fotosujets stehen sie daher an der
Strasse und hoffen auf viele fotografierende Touristen |
|
|
|
|
|
Die
Piste geht weiter, wir sind auf dem Weg nach Turmi |
|
|
|
|
|
Besuch
in einem kleinen Dorf ausserhalb Turmi. |
|
|
|
|
|
Bei
Sonnenuntergang treffen sich die Frauen
…. |
|
|
|
|
|
….
zu Gesang und Tanz |
|
|
|
|
|
Schöner
Campingplatz am trockenen Flussbett in Turmi. |
|
|
|
|
|
Turmi ist ein bekannter Ort für Touristen, darum hat
es auf dem Markt auch eine grosse Auslage an Souvenirs. Die hölzernen Schemel
werden von den Männern permanent mitgetragen. |
|
|
|
|
|
Wir
machen einen letzten (?) Abstecher von der Hauptroute und besuchen einen
kleinen Stamm in Karo bei Murle. Das Dorf liegt
oben auf der Böschung über dem Omo-River und gibt
einen schönen Blick in die Umgebung. |
|
|
|
|
|
Dorfrundgang |
|
|
|
|
|
Im
Moment hat es kaum Leute bei den Häusern, die meisten arbeiten gerade in den
nahe gelegenen Maisfeldern |
|
|
|
|
|
Typische
Bekleidung: Nur eine Lederschürze und viele Halsketten |
|
|
|
|
|
Und
immer wieder: Auch in dieser Siedlung ein
Lager mit Weizen, Korn und Speiseöl aus US-Beständen |
|
|
|
|
|
Jetzt
„bezahlen“ wir nachträglich für den Abstecher: Der direkte Track nach Omorate führt durch den Busch und wird eng. Mit Maschette und Säge bahnen wir uns einen Weg hindurch |
|
|
|
|
|
Dank
GPS wissen wir, dass wir auch in dieser Graslandschaft noch auf der richtigen
Spur sind. Doch die Natur entschädigt uns für die Mühen mit wunderschönen …. |
|
|
|
|
|
….
Blühenden Bäumen, …. |
|
|
|
|
|
….
Exotischen Vögeln Gegenseitige
Beobachtung von zuoberst auf einem Kamin eines Termitenbaus. Laura hat sie
identifiziert, es sind Red-and Yellow
Barbets (sorry, die
deutsche Übersetzung kennen wir nicht) |
|
|
|
|
|
In
Omorate, unserem südlichsten Punkt in Äthiopien:
Die amerikanischen Wahlen haben auch hier etwas verändert, das Café heisst
jetzt Barak Obama. Seinem
Namen begegnen wir hin und wieder, sei es auf T-Shirts oder wie hier als
Namen von Hotels und Restaurants. Seine Afrikanischen Wurzeln sind scheinbar
immer noch wirksam |
|
|
|
|
|
Der
Omo-River bei Omorate,
kurz vor der Einmündung in den Lake Turkana. Eigentlich
waren wir bereits auf der Westseite des Flusses, in Kibish,
südlich von Mizan Teferi.
Doch auf den letzen 350km des Flusses gibt es (noch) keine Brücke, daher
mussten wir vom Westen wieder weit nordwärts fahren bis wir mit den Fahrzeugen
über den Fluss kamen. Der Fluss ist hier nicht tief und fliesst zur Zeit ganz gemütlich, die Einheimischen setzen mit
ihren Einbäumen über das Wasser, anstatt Paddel verwenden sie Stachel. |
|
|
Omorate liegt direkt am OMO-River,
die Bewohner holen ihr Wasser in Containern mit ihren selbst gebauten
Schubkarren. Das Wasser wird vom Fluss in einen Tank gepumpt und dort mit
Chlor behandelt. Daneben
steht …… |
|
|
|
|
|
…
eine Wasseraufbereitungsanlage, aus irgendeinem Grund icht
mehr in Betrieb, die langsam immer mehr vergammelt. Das ist leider das
allgemeine Problem der Entwicklungshilfe …… |
|
|
|
|
|
In
einem Hinterhof in Omorate haben wir nochmals Diesel gefunden. Wir
haben nochmals aufgefüllt, sicher ist sicher, denn es ist ein langer Weg zur
nächsten Tankstelle. |
|
|
|
|
|
Unsere
Souvenirs von Äthiopien, ein in Chenek gewobenes
weises Tuch, das traditionellerweise von den Frauen zum Kirchenbesuch
getragen wird, und eine Machette. Das sind Artikel,
die im täglichen Leben der Leute grosse Bedeutung haben. |
|
|
|
|
|
Und
weiter geht’s in Richtung der Grenze, zum Glück ist das Flussbett trocken. |
|
|
|
|
|
Spuren….
Wir schätzen uns glücklich, dass die Ebene trocken ist, sonst wäre es wohl
weniger lustig. |
|
|
|
|
|
Immer
wieder begegnen uns Gruppen von Perlhühner |
|
|
|
|
|
Hier
irgendwo ist eigentlich die Grenze zu Kenia. Es gibt weder einen Grenzposten,
noch mindestens eine Tafel. Es gibt einen Grenzstein, den wir aber nicht gesehen haben. Wir hatten unsere
Pässe und die Zollpapiere in Omorate ausgestempelt
und werden erst in Nairobi unsere Eingangsstempel holen. |
|
|
|
Wir waren 3
Monate lang in Äthiopien und haben auf 6500km viel von diesem Land gesehen. Landschaftlich
ist es sehr abwechslungsreich und hinterlässt bei uns viele sehr schöne
Eindrücke. Historisch ist es äusserst interessant und in der Geschichte des
letzten Jahrhunderts eng mit Europa, vor allem mit Italien verbunden. Mit der
Äthiopisch-Orthodoxen Kirche entstand eine für das Land sehr spezielle Art des
religiösen Lebens. Neben dieser Kirche hat es aber auch Muslime, die in einigen
Gegenden stark vertreten sind.
Die
Landbevölkerung ist arm und arbeitet hart auf den kargen Feldern. Im Norden sahen
wir Felder bis hinauf auf 2800m. Aus verschiedenen Quellen hörten wir, dass
Äthiopien insgesamt kaum Hungerprobleme hat, dass es aber regional schon zu
Problemen kommen kann, wenn der Regen zu spät oder überhaupt nicht kommt. In
solchen Situationen ist es dann eher eine Verteilaufgabe, die gelöst werden
muss.
Die Strassen
haben uns, das Fahrzeug und vor allem die Reifen stark gefordert. Viele
Schotterpisten werden in den nächsten Jahren aber verschwinden, das Land
unternimmt grosse Anstrengungen zur Verbesserung des Strassennetzes. Wie überall
in Afrika (und Asien) sind es chinesische oder koreanische Unternehmen, die die
neuen Strassen bauen.
Wasser und
Elektrizität sind ein riesiger Problembereich: Beides ist nicht
selbstverständlich. Wenn wegen fehlendem Regen die Stauseen zu wenig Wasser
haben, dann hat es zuwenig Elektrizität. Es ist normal, dass 2-3 Tage pro Woche
keine Elektrizität zur Verfügung steht (und das auch in Addis). Ähnlich ist die
Wasserversorgung. Für uns waren das kleine Probleme, wir haben Wassertanks und
unsere eigen Stromversorgung, aber für die Leute die hier leben ist es nicht
einfach.
In den ländlichen
Gebieten (=95% des Landes) fällt eines auf:
Kinder, Kinder überall. 6 bis 10 Kinder sind normal, wenn der Ehemann
dann mehr als eine Frau hat, dann sind es entsprechend
mehr. Die Hilfswerke bauen zwar Schulen, doch was die jungen Leute machen
sollen, wenn sie aus der Schule kommen, das ist für viele ungewiss. Die
Überbevölkerung, so scheint es uns zumindest, ist ein grosses Problem in diesem
Land.
Ein Problem, das
wir als Individualreisende mit eigenem Auto in Äthiopien hatten, war die allgegenwärtige
und aggressive Bettlerei. Vor allem Kinder und Jungendliche wollen immer etwas (vor
allem Geld), und sie fordern es auch lautstark: „Give
me money!!!“ ist das erste
Englisch, das die Kids lernen. Wenn man irgendwo auf der Strasse anhält ist man
sofort umringt und das mehrstimmige „Give me …!!!“ geht los. Fährt man dann
weiter ohne etwas zu geben, dann fliegen oft Steine. Wir haben einige Dellen am
Auto von solchen Begegnungen. In keinem anderen Land haben wir so viele
Hilfswerke gesehen. Möglicherweise entstand aus dieser Situation die heutige
Mentalität. Das war eine Enttäuschung in einem sonst sehr schönen Land.